Dienstag, 17. September 2013

Terry Pratchett - Kleine freie Männer

http://www.kudi.de/tipps/buchtipp/_bilder/kleine_freie_maenner_gr.jpg

(320 Seiten)

„Manchmal sind sich Welten so nahe, dass sie sich berühren, und wenn das geschieht, nutzt die böse Feenkönigin die Gelegenheit, Dinge zu stehlen und Kinder von der Scheibenwelt zu entführen. Als der kleine Willwoll in ihre Fänge gerät, bricht seine Schwester, die Nachwuchshexe Tiffany, mit ihren kampfeslustigen, winzigen, blauhäutigen, tätowierten, rothaarigen Begleitern zu einer Reise ins Feenland auf. Doch das Reich der Märchen ist voller Gefahren, und die Rettung des Bruders so gut wie ausgeschlossen …“

Eigentlich ist dieses Buch ja noch gar nicht an der Reihe. Doch da ich erst dieses Wochenende das Hörbuch dazu gehört habe, bietet es sich einfach an, jetzt schon darüber zu schreiben.

Für jeden der die Terry Pratchett -  Bücher kennt, ist hier jeder Kommentar überflüssig, da die Genialität des Autors hinreichend bekannt sein dürfte!
Für alle anderen ist es jetzt an der Zeit, noch einmal ernsthaft darüber nachzudenken, ob es nicht doch angebracht wäre, Terry Pratchett – Bücher zu lesen!!! ;-)

Mit Tiffany Weh hat er eine neue Reihe innerhalb der Scheibenwelt-Romane begonnen.
Im ersten Band ist Tiffany 9 Jahre alt und beschließt eine Hexe zu sein. Mit dem ersten Blick und den zweiten (und sogar dritten!) Gedanken sind die Voraussetzungen dafür perfekt! Blöd nur, dass im Kreideland Hexerei verboten ist, seit der Sohn des Barons im Wald verschwunden ist. (Daran muss natürlich eine Hexe Schuld sei, wer auch sonst?!)
Mit Hilfe der "Wir-sind-die-Größten", einer gefürchteten Koboldart, wird sie nicht nur zur Hexe, sondern schafft es auch in das Reich der Elfenkönigin vorzudringen um sich dort auf die Suche nach ihrem kleinen, klebrigen Bruder Willwoll zu machen.


Die "Wir-sind-die-Größten" möchte ich euch hier etwas genauer vorstellen, da ohne sie das Buch nicht annähernd so genial wäre, wie es ist.
Wie sie aussehen, kann man oben auf dem Cover erahnen, dazu muss also nichts mehr gesagt werden. Der Lebensinhalt der kleinen Männer ist es zu stehlen, zu saufen (nur hochprozentiges selbstverständlich) und zu kämpfen (gegen alles und jedes, vor allem gegen sich selbst)! Da sie glauben bereits tot zu sein, sind sie äußerst furchtlos und scheuen vor nichts zurück! Es gibt nur drei Sachen, die sie fürchten. Anwälte, das geschriebene Wort und ihre Kelda. Die Kelda ist die Königin des Clans und das einzige weibliche Wesen unter ihnen. Um solch eine Raufbande unter Kontrolle zu haben, ist es aber auch nötig furchteinflößend sein zu können!
Was Anwälte und das geschriebene Wort angeht, so geht es ihnen besonders um ihre aufgeschriebenen Namen. Denn wer ihre Namen auf dem Papier hat, kann sie verklagen und ins Gefängnis bringen, und, und, und… schon alleine diese Paragraphensprache… ach herrje. Oder, um es in den Worten der Größten zu sagen: „Potzblitz!“
Was lässt sich sonst noch so über sie sagen?! Sie sind unheimlich schnell und stark für ihre geringe Größe. Eine Schaf, oder gar eine Kuh von der Weide zu stehlen, ist für sie nicht das geringste Problem!
Tiffany haben sie als ihre „große, kleine Hexe“ auserwählt und würden für sie alles tun. Ansonsten sind sie Menschen gegenüber jedoch eher verschlossen und zeigen sich ihnen nur in den seltensten Fällen. Nicht, dass sie Angst vor ihnen hätten, ganz im Gegenteil! Aber manchmal ist es eben besser, wenn man den Leuten, die man bestielt, nicht unter die Augen tritt…


„Kleine freie Männer“ war mein erstes Scheibenwelt-Roman. Lange habe ich gezögert, mir überhaupt eins auszuleihen. Es gibt einfach sooo viele! Mich hat die schiere Menge schlicht überwältigt! Jetzt bin ich natürlich für jeden einzelnen davon dankbar und freue mich jedes Mal ein Loch in den Bauch, wenn wieder ein neuer Roman erscheint!
Bisher hat mich noch jeder einzelne Scheibenwelt-Roman zum Weinen gebracht! Lachtränen selbstverständlich!! Die Tiffany Weh – Bücher werden für mich jedoch immer als etwas Besonderes aus der Menge herausstehen, da sie es waren, die mich erst auf den Geschmack gebracht haben!!!

Ein Hoch auf Terry Pratchett!!!

 

Donnerstag, 12. September 2013

Update ;-)

Hallo ihr Lieben!


Ich sitze hier gerade gemütlich bei Cappuccino und einen Duplo vor dem Computer! Fast eine Woche ist es jetzt her, dass ich das letzte Mal geschrieben habe. Irgendwie kam ich nicht dazu. Jedes Mal, wenn ich vor dem Computer saß (selbstverständlich mit dem festen Vorsatz den nächsten Beitrag zu verfassen), wurde ich durch andere Sachen abgelenkt! So viele verschieden Blogs zum durchstöbern! Egal ob Bücher-, Familien- oder Kreativblogs, sie konnten mich alle fesseln! Und dann hab ich mir auch schon das ein oder andere neue Plätzchenrezept von Chefkoch rausgesucht ;-) Hmmm… lecker!

Was das Lesen betrifft, habe ich gerade einen kleinen Durchhänger. Am Sonntag habe ich ein 4000 Teile Puzzle (Historia Comica – Opus 1 von Heye Puzzle) samt Puzzlebrett in mein Zimmer verfrachtet und hocke seitdem stundenlang davor. Sobald ein etwas größerer Fortschritt zu erkennen ist, werde ich mal ein Foto hochladen. Weil aber puzzeln alleine langweilig wäre habe ich mich in der Bücherei und bei Freunden mit Hörbüchern eingedeckt!


 
 
  
Timur Vermes – Er ist wieder da
Kerstin Gier – Für jede Lösung ein Problem
Eva Berberich – Alles für den Kater
F.E. Higgins – Das Schwarze Buch der Geheimnisse
Terry Pratchett – Kleine freie Männer
Terry Pratchett – Ein Hut voller Sterne

„Er ist wieder da“ habe ich als erstes gehört und war nicht allzu überrascht, dass es überhaupt nicht mein Ding war. Christoph Maria Herbst ist wirklich super als Hörbuch-Sprecher, an ihm lag es also in keinster Weise. Mich hat das Thema einfach zu wenig interessiert. Zwischendurch hab ich ganze Passagen verpasst, weil ich gedanklich immer wieder woanders war. Warum ich es dann überhaupt gehört habe, wenn ich vorher eigentlich schon geahnt habe, dass es nichts für mich ist? Jetzt kann ich mit Sicherheit sagen, dass es mir nicht gefallen hat. Es zu lesen hatte ich erst Recht keine Lust und ich hatte mir erhofft, dass es mich laut vorgelesen doch reizen könnte! Wo ich doch so viel Gutes über das Hörspiel gehört hatte. Da haben wir es mal wieder: Man sollte auf seine Instinkte vertrauen!
(Ein paar Sachen fand ich aber zugegebenermaßen auch ziemlich lustig.)

Jetzt bin ich gerade in den letzten Zügen von „Für jede Lösung ein Problem“. Nach „Er ist wieder da“ brauchte ich mal was Lustiges! Ich wurde nicht enttäuscht! Es werden mal wieder die bizarrsten Situationen herbeigeführt, die einem die Lachtränen in die Augen treiben…! Obwohl es auch manchmal etwas traurig ist. Ich hoffe einfach mal auf das Happy End, das bei solchen Büchern ja schon beinahe Pflicht ist!
Josefine Preuß macht ihre Sache als Sprecher auch ganz hervorragend und ich werde mich auf jeden Fall auf die Suche nach weiteren Hörbüchern aus dieser Kombi (Kerstin Gier/Josefine Preuß) bzw. Einzelwerken der beiden machen!!!

Warum ich „Alles für den Kater“ ausgewählt habe, versteht sich von selbst. Katzen sind nun mal meine Nr. 1!!!

Fantasy musste natürlich auch her und da bot sich „Das Schwarze Buch der Geheimnisse“ schon alleine deshalb an, weil es keiner Reihe angehört.

Die ersten beiden Terry Pratchett Bücher um Tiffany Weh wollte ich schon lange mal hören, bin aber vor lauter Leserei nicht dazu gekommen. Wie bereits mehrfach erwähnt, liebe ich die Bücher von Terry Pratchett über alles! Und diese beiden Bücher waren die ersten, die ich überhaupt von ihm gelesen habe! Das ist jetzt lange genug her, da kann ich mich ruhig an die Hörspiele herantrauen. Hoffentlich gefällt mir der Sprecher.

So, jetzt erst Kaffee und Kuchen :-) und dann Sport :-(

Viele liebe Grüße,
Swantje

Samstag, 7. September 2013

Sigurd Pruetz - FalScH geDAcHT

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51637ZNW2PL._SY300_.jpg

(200 Seiten)


„Berlin-Ost 1976: Wolfgang ist 16 Jahre alt. Das Theater um Klausuren und Aufnahmegespräche für die Humboldt-Universität hat er relativ gelassen überstanden. In zwei Jahren wird er als Schüler einer mathematisch-physikalischen Spezialklasse an diesem erlesenen Institut sein Abitur ablegen. Gleich am ersten Tag beginnt die Freundschaft zu Matti, Wolfgangs Zimmergenosse im Studentenwohnheim. Sie gehen in dieselbe Klasse, diskutieren über Glauben, Philosophie und Politik. In der gemeinsamen Wohnung lebt auch Gerd Förster, Bruce genannt. Bruce ist eine Legende: Schon als Dreizehnjähriger war er Preisträger der internationalen Mathematikolympiade. Er glaubt an die absolute Wahrheit von Leistung und Erkenntnis. Doch sowohl für Matti als auch für Bruce wird mit diesem Schuljahr die Zeit an der Elite-Uni ein vorzeitiges Ende haben...“

Puhh… so was habe ich freiwillig gelesen?? Muus ja, denn wenn es eine Schullektüre gewesen wäre, würde in Klammern „Schule“ hinter dem Titel stehen. Ich weiß natürlich gar nichts mehr über das Buch und kann mir auch nicht vorstellen, dass mich das großartig gefallen hat. „…diskutieren über Glauben, Philosophie und Politik.“ Das ist ja mal so gar nicht mein Ding.

Also wird es wieder Zeit für eine Kurze Kurzgeschichte (ein Klick und schon gibt es mehr Infos)


Theater – Kostüme
Klausuren – Stress
Zwei – Tag (von „Zwei an einem Tag“)
Abitur – Spaziergang
Freundschaft – Vertrauen
Glauben – Gott
Politik – Partei
Mathematikolympiade – Känguru
Wahrheit – Lügendetektor
Ende – Michael

Ach herrje… Na, mal sehen, was sich daraus machen lässt…


Vor einem Tag war die Welt noch völlig in Ordnung gewesen. Aber dann, während seines Spaziergangs mit Waldi, dem Hund seiner Großmutter, wurde Michael auf einmal schwarz vor Augen.
Als er zu sich kam, wusste Michael zunächst nicht, wo er sich befand. Der Raum mit der kargen Einrichtung erinnerte ihn an sein Zimmer im Internat. Sperrholzmöbel und eine nackte Glühbirne waren das, was er in den letzten sieben Jahren täglich vor der Nase gehabt hatte. Keine besonders schöne Erinnerung… Auch seine jetzige Situation schien nicht besonders schön zu sein. Ein leichtes Schwindelgefühl lenkte ihn zunächst von allem anderen ab. Erst nach einiger Zeit bemerkte Michael seine angebundenen Hände. Er saß auf einem unbequemen Metallstuhl, die Hände an die Armlehnen gebunden. Was sollte das???
Ihm brach der Schweiß aus. Was wollte man von ihm??? Eine Tür links von seinem Stuhl öffnete sich. Vollkommen fassungslos starrte Michael auf einen als Känguru verkleideten Mann. Seltsamerweise kam der Mann ihm bekannt vor, doch was sollte dieses lächerliche Kostüm?
„Du hast gesündigt.“, sprach da der Kängurumann. Seine Stimme klang rau und gefühllos. Konnte das sein? War das tatsächlich der Mann, für den Michael ihn hielt? Doch das konnte nicht sein… „Dein Gott verlangt eine Bestrafung.“, eröffnete der Mann ihm nun, „Doch zuvor wirst du einem Test unterzogen…“ Michael wollte etwas sagen, wollte fragen, was er denn um Himmels Willen so Schlimmes getan hatte, doch er bekam keinen Ton raus. Angst schnürte ihm die Kehle zu. Bei Stress erging es ihm jedes Mal so. Da begannen die Drähte, mit denen seine Hände gefesselt waren, zu glühen. Ein Lügendetektor.
„Du hast gesündigt und das Vertrauen deines Gottes missbraucht. Leugne nicht, denn wir kennen die Wahrheit.“, redete sein Gegenüber weiter. Michael schaute sich hilfesuchend um. War denn niemand da, der Partei für ihn ergreifen könnte? Niemand, der die ganze, bizarre Situation erklären würde? Er hatte sich nichts zu Schulden kommen lassen, dessen war er sich sicher. Doch was wollte sein Onkel dann von ihm? Denn das wusste Michael nun mit Sicherheit: Der Mann im Kängurukostüm war niemand anderes als sein seit Jahren verschollener Onkel...

Freitag, 6. September 2013

Diane Howells - Das grüne Glas

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51WG8STGZQL.jpg

(248 Seiten)

„Cams Freundin Francey liebt spiritistische Sitzungen. Doch bei der letzten Séance begann Cam auf einmal in einer fremden Sprache zu reden. Seitdem ist sie schwer krank und will nichts mehr essen. Alles scheint mit dem antiken grünen Glas zusammenzuhängen, das vor vierhundert Jahren einer jungen spanischen Adeligen gehört hat. Inés de Figueroa wurde damals bestraft, weil sie ihr Gelübde gebrochen hatte. Und ihr Geliebter Ramón war seither spurlos verschwunden. Wird es Francey gelingen, Cam rechtzeitig von dem Fluch des grünen Glases zu befreien?“


Zugegebenermaßen habe ich überhaupt keine guten Erinnerungen an das Buch. Das lag jedoch nicht, wie man vielleicht meinen könnte, an der spirituellen Seite der Geschichte. Diese diente hauptsächlich dazu die Handlung voran zu treiben und wurde nicht in den Mittelpunkt gestellt und/oder total auseinandergenommen. Nein. Genau wie das Buch „Coraline - Gefangen hinter dem Spiegel“, war „Das grüne Glas“ mir einfach zu gruselig. Wie bereits bei ersterem erwähnt, bin ich in dieser Hinsicht jedoch sehr empfindlich und konnte/kann auch nur annähernd gruselige Geschichten gar nicht gut vertragen. (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.)
Jedenfalls hat mir dieses Buch tatsächlich Albträume beschert und schon alleine deshalb fand ich es doof.


Was mir jedoch stilistisch sehr gut in Erinnerung geblieben ist, sind die Tagebucheinträge von Inés de Figueroa, die zwischen einzelnen Kapiteln eingebunden sind. Tagebucheinträge haben sowieso ihren ganz eigenen Reiz! Vielleicht liegt es daran, dass sie eigentlich nicht für einen selbst bestimmt sind und man das Gefühl hat in die ganz persönliche Welt der jeweiligen Person einzutauchen! (Bei Büchern tut man das zwar sowieso, aber trotzdem sind Tagebücher immer eine noch intimere Form der Gedanken.)


Ich habe ja auch schon mehrere Male angefangen Tagebuch zu schreiben. Schätzungsweise habe ich jedes Mal so drei Tage durchgehalten… Schade eigentlich! Wäre schön gewesen, sie jetzt nochmal lesen zu können! Immerhin schreibe ich jetzt ja fleißig an meinem BücherTagebuch und halte somit immerhin ein paar Gedanken an meine ganzen Bücher fest!

Donnerstag, 5. September 2013

Walter Moers - Das Schloss der Träumenden Bücher

Es ist soweit!!!
(naja, fast...)
 
Am 8. Oktober 2014 erscheint der dritte Band um
Hildegunst von Mythenmetz
 
Nach "Die Stadt der Träumenden Bücher" und "Das Labyrinth der Träumenden Bücher" erscheint in etwas über einem Jahr endlich
 
"Das Schloss der Träumenden Bücher"
 
 
"Der Schattenkönig kehrt zurück - Walter Moers' furioses Finale der „Buchhaim-Trilogie“."
(Quelle: randomhouse.de)
 
 
Mag es auch noch so fraglich sein, dass der, ansonsten in meinen Augen (beinahe) fehlerfreie, Autor den ersten Band dieser Reihe fortgesetzt hat, warte ich jetzt dennoch äußerst gespannt auf den letzten Band dieser Reihe!
 
Nur noch knapp ein Jahr und einen Monat!
 
http://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila/130_0589_133910_xxl.jpg
(Quelle: randomhouse.de)

A. Lee Martinez - Gott im Unglück

http://www.jpc.de/image/w600/front/0/9783492267526.jpg

(400 Seiten)

„Er ist ein Waschbär. Er trägt Hawaiihemden. Er feiert Partys. Er ist ein Gott. Und er raubt der Menschheit den letzten Nerv. Teri und Phil sind ein junges, modernes, erfolgreiches Paar. Sie waren bislang nie darauf angewiesen, sich einen persönlichen Gott zuzulegen, der ihnen Schutz gewährt. Doch jetzt, als Phil seine Beförderung versagt wird, ändert sich die Lage. Und so bestellt er einen Gott im Internet. Die meisten Götter aber verlangen Blut, Geld, Opfer und Keuschheitsgelübde als Gegenleistung. Nur Luka, der Waschbärengott des Wohlstands, ist bescheidener – er möchte lediglich ein paar Tage bei Teri und Phil auf der Couch liegen. Doch das ist nur der Anfang. Denn der Waschbärengott hat nicht vor, wieder zu verschwinden. Und er lädt alle seine Freunde zur Einweihungsparty ein. Gar nicht zu sprechen von seinen Feinden, die auf der Jagd nach Luka noch jeden Menschen aus dem Weg geräumt haben …“


Stellt euch vor, ihr würdet in einer Welt leben, in der es vollkommen normal ist, sich seinen Gott im Internet zu bestellen. Je nach Größe der Wünsche, die er erfüllen soll, opfert man einfach das ein oder andere und schon bekommt man was man will!
Euer Vorgarten könnte einen grüneren Daumen vertragen?!? Die Nachbarn schauen schon ganz mitleidig auf eure vertrockneten Petunien?! Kein Problem! Verpflichte dich doch einfach Priapos, dem griechischem Gott der Fruchtbarkeit! Ein kleines Blutopfer am Tag und schwupps… eure Petunien sehen aus wie neu!
Den grünen Daumen habt ihr selber, aber ihr könntet etwas Nachhilfe in Sachen Liebe gebrauchen?!? Hier ist die Auswahl an Göttern natürlich besonders groß! Doch Achtung: Je mächtiger der Gott, umso größer sind die Opfer die er fordert. Einen kleinen Altar in der Ecke stört sicherlich keinen, aber es muss ja nicht gleich eine überdimensionale Statue im Garten sein, der jeden Tag eine Kuh geopfert werden muss…
Um solchen Überraschungen vorzubeugen, schaue dir doch einfach die „Bewerbungsvideos“ der einzelnen Götter im Internet an!!! Hier erklären sie dir genau, was du von ihnen bekommst und was sie dafür von die verlangen! Naja, vielleicht nicht immer ganz so genau…

Teri und Phil haben bei „ich möchte nur ein bisschen in euer Haus einziehen“ mit Sicherheit nicht damit gerechnet, dass am nächsten Tag der tatsächliche Waschbär-Gott Luka mit Sack und Pack und Sonnenhut bei ihnen vor der Tür steht… Sie hatten eher an ein paar kleine Gedenkstätten in der Wohnung gedacht… jetzt ist er aber nun mal da und er mag es gar nicht, wenn man ihn nicht willkommen heißt (wo man ihn doch gerade erst gerufen hat…) So ein Gott des Glücks kann auch ganz schnell dafür sorgen, dass man eine Pechsträhne nach der anderen hat… Ein verschütteter Kaffee auf der Bluse hier, ein zerstochener Fahrradreifen da… Nach ein paar Stunden reinen Pechs sieht die Aussicht einen kleinen süßen Waschbären in seiner Wohnung zu beherbergen doch gar nicht mehr so übel aus!


Ehe sie sich versehen haben sie auch noch den gefiederten Schlangengott Quetzalcoatl am Hals. Als Kumpel von Luka taucht er einfach irgendwann bei ihnen auf und quartiert sich bei ihnen auf dem Sofa ein. Bei seinen Gläubigern in Ungnade gefallen, ist Quick (wie er sich nun rufen lässt) auf dem Tiefpunkt seiner Götterkarriere angekommen und leidet still (naja…) vor sich hin.

Mir persönlich ist diese jammernde Göttlichkeit tatsächlich am sympathischste gewesen! Über seine vergangenen Taten nachdenkend und auf der Suche nach dem neuen Sinn seines Daseins, ist er irgendwie richtig nett!


Also ich muss schon sagen, die Idee mit den Göttern aus dem Internet hat mir richtig gut gefallen! Auch die Wahl des Waschbär-Gottes war mit Sicherheit nicht dumm: Er ist witzig, er ist eigentlich ganz nett und vor allem ist er ja sooo süß! Alles in allem eine tolle Idee!

Kommen wir jetzt einer Sache, die mir etwas auf die Nerven gegangen ist und dadurch fast alles kaputt gemacht hat: Zu viel Witz. Zu wenig inhaltliche Tiefe. Ich hatte das Gefühl Martinez hat versucht einen mega-lustigen Roman zu schreiben, bei dem alle vor Lachen auf dem Boden liegen. Leider ist er etwas übers Ziel hinaus geschossen oder besser gesagt, hat das eigentliche Ziel des Buches, die Geschichte an sich, aus den Augen verloren. Indem er zwanghaft versucht jedes kleinste Detail so witzig wie möglich zu gestalten, hat er genau das Gegenteil erreicht. Ich hatte keine Lust mehr weiterzulesen (hab ich natürlich trotzdem). Witzig fand ich irgendwann kaum mehr etwas, es war einfach das Gleiche wie drei Seiten vorher auch schon. Das war wirklich schade, denn dem Ganzen lag eine tolle Idee zu Grunde.

Ich werde dem Autor bestimmt nochmal eine Chance geben, denn die Hoffnung, dass er es auch besser kann, habe ich definitiv noch nicht aufgegeben. Es war ja auch kein schlechtes Buch, nur wurde es mit der Zeit ziemlich nervig.

Trotzdem war es in diesem Moment genau das richtige Buch für mich, denn ich war gerade erst in mein „Harry-Potter-Loch**“ gefallen und brauchte etwas locker-leichtes, das mich da wieder herausholte. Seinen Zweck hat das Buch also trotzdem erfüllt!




Abschließend noch eine Unrichtigkeit, die ich hier und jetzt aus der Welt (zumindest aus meiner kleinen Blogger-Welt!) räumen möchte:

Auf verschiedenen Seiten wird mit dem folgenden Zitat geworben:
 
»A. Lee Martinez ist der amerikanische Terry Pratchett.« graspingforthewind.com

Diese Behaupten aufzustellen und dann auch noch zu verbreiten ist eine bodenlose Frechheit.
A. Lee Martinez kommt nicht annähernd, nicht auch nur ein klitzekleines bisschen an Terry Pratchett, dem Meister der parodistischen Fantasy-Romane, heran. Dieser Vergleich ist eine Beleidigung, eine Anmaßung sondergleichen.

A. Lee Martinez mag witzig schreiben und neue Ideen mit ins Spiel bringen, doch war mir bei ihm alles zu viel des Guten und ich war froh, als es vorbei war. Es reichte einfach irgendwann. Und hier kommt der größte Unterschied: Dieser Moment tritt bei Terry Pratchett nie ein. Er hat absolutes Suchtpotential und ich kann einfach nie genug davon bekommen!

So! Das musste mal gesagt werden!

 
** „Harry-Potter-Loch“: Ich liebe diese Bücher einfach über alles, doch haben sie auch einen Nachteil: Jedes Mal, wenn ich sie ausgelesen habe, falle ich in ein tiefes Loch und trauere ihrer Welt nach. Ich kann direkt danach kaum etwas anderes lesen. Für eine andere geniale Fantasy-Geschichte bin ich in diesen Momenten einfach nicht bereit. Also brauche ich ein Buch, das mich da wieder herauszieht. Oft lese ich ein Kinderbuch, oder eben, wie in diesem Fall, etwas Lustiges.

Dienstag, 3. September 2013

[TAG] 10 Bücher für den Rest deines Lebens

Liebe Leserinnen und Leser! :-)


Heute habe ich bei Binzi’s Bücher einen TAG entdeckt, den sie wiederrum bei Pia von Seitenblicke entdeckt hat!




"Wenn ihr alle eure Bücher abgeben müsstet und nur 10 Stück für den Rest eures Lebens behalten dürft, welche wären das? Sprich, bei welchen 10 Bücher könnt ihr euch vorstellen, sie immer wieder zu lesen? Oder welche 10 Bücher sind eure absoluten Lieblinge?"


Na da muss ich doch mitmachen!
Ich kann euch sagen, es war gar nicht so leicht, 10 Stück zu finden… vor allem, da ich versucht habe Reihen außen vor zu lassen… Harry Potter fiel also schon mal weg...
Aber hier sind sie:

 

 


  1. J. R. R. Tolkien – Der Herr der Ringe (für mich ist es nur ein Buch, das in drei Teile, aber nicht drei Bände unterteilt wurde)
  2. Margaret Mitchell – Vom Winde verweht
  3. Jane Austen – Stolz und Vorurteil
  4. Michael Ende – Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch
  5. Walter Moers – Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär
  6. Walter Moers - Rumo & Die Wunder im Dunkeln
  7. Dora Heldt - Urlaub mit Papa
  8. Kathryn Wesley – Das zehnte Königreich
  9. Terry Pratchett - Total verhext
  10. David Safier – Plötzlich Shakespeare

Vereinzelt habe ich die Bücher bereits doppelt gelesen, oder zumindest das entsprechende Hörspiel dazu immer wieder gehört! Auch (gern gesehene) Film- oder Musicalversionen sind darunter. Jedenfalls werde ich jedes einzelne dieser Bücher unter Garantie noch weitere Male lesen und freue mich jetzt schon sooo sehr darauf!!!
Wie wichtig sie mir sind, sieht man schon alleine daran, dass ich nur 2 von 10 Büchern für diesen TAG aus der Bücherei ausleihen musste. Alle anderen nenne ich bereits mein Eigentum!

Nr. 6 ist übrigens mein absolutes Lieblingsbuch!!! :-)