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Donnerstag, 12. Dezember 2013

Eva Ibbotson - Das Geheimnis der sprechenden Tiere



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(221 Seiten)

"Ibbotson at her best: ein Geisterkabinett der Extraklasse! Was tun, wenn die Schutzgeist-Kröte den Dienst verweigert? Hexe Hilda erlaubt Ivo, einem Jungen aus dem Waisenhaus, sie als Schutzgeist zum alljährlichen großen Zauberwesen-Wettkampf zu begleiten. Doch die Aufgabe dieses Jahres scheint fast unmöglich: Prinzessin Mirella soll aus den Händen eines fürchterlichen Ogers befreit werden. Aber Mirella ist freiwillig beim Oger und möchte dort bleiben ... Trolle, Oger, Hexen, Zauberer - hier spukt's nach Herzenslust!"

Ich habe mich ja schon mehrfach als großer Ibbotson-Fan zu erkennen gegeben! Auch dieses Mal wurden meine Erwartungen nicht enttäuscht! Locker-flockig und mit Überraschungen auf jeder neuen Seite! Liebevoll werden die bizarren (und natürlich auch die normalen) Personen an einen herangeführt, so dass man sie beinahe berühren kann. Egal ob Oger, Hexe oder Waisenkind - in jedem findet man einen neuen Freund, den man ein kurzes Stück seines Weges begleiten darf!

"Die meisten Leute haben gerne trockene Füße." Mit diesem aussagekräftigen Satz beginnt die Geschichte. "Wie wahr!" ist wohl das erste was einem dazu einfällt. Doch schon gleich wird man einer Person vorgestellt, die es so gar nicht leiden kann, wenn ihre Füße trocken sind: Hexe Hilda. Kein Wunder übrigens, wenn man bedenkt, dass sie 78 Jahre ihres Lebens in einem feuchten Dribble gewohnt hat, wo nasse Füße an der Tagesordnung waren! Andererseits hätte man auch meinen können, sie wäre nach 78 Jahren ganz froh endlich mal ohne ein "Schwapp" aufzutreten. Aber gut, jeder hat so seine Eigenheiten! Solange es nur nasse Füße sind!
(Es soll ja auch Menschen geben, die sich nichts sehnlicher wünschen als dem menschlichen Dasein zu entrinnen und in ein Tier verwandelt zu werden.)

Ivo hingegen hat ein ganz anderes Problem. Er hat nichts gegen seine trockenen Füße einzuwenden, nur gegen die gähnende Langeweile, die ihn Tag für Tag im Waisenhaus erwartet. Wenn man jede Stunde seines Lebens vorraussehen kann, weil sie genauso abläuft, wie dieselbe Stunde eine Woche zuvor, dann kann man schon von einem tragischen Schicksal sprechen. Umso begeisterter ist Ivo, als sich die Hexe Hilde mit ihm anfreundet. Zwar gibt sie sich nicht sofort als Hexe zu erkennen, doch ist sie zweifellos die interessanteste Person, der Ivo je in seinem Leben begegnet ist! Seine Freude steigert sich ins unermessliche, als die Hexe zustimmt ihn als vorübergehenden Schutzgeist zu arrangieren!**
Zu Ivos Glück entwickelt sich die Geschichte so, dass das Wort "vorübergehend" etwas in die Länge gezogen wird! Und was ist schon ein Kampf gegen einen blutrünstigen, menschenfressenden Oger, wenn die Langeweile des Waisenhauses auf einen wartet?!

Also kann die Reise beginnen. Wie es sich für eine gute Geschichte gehört, werden ihnen drei Hilfsmittel mit auf den Weg gegeben:

Als erstes war da natürlich ein Beutel voll schwarzer Bohnen. Bohnen riechen ja quasi schon nach Zauberei.

Die zweite Gabe war eine Ketchupflasche, die mit einer gelblichen Flüssigkeit gefüllt war.
"Fußwasser", sagte die erste Norne.
"Wasser, in dem Füße gewaschen wurden", erklärte die zweite Norne.
"Füße von Helden", sagte die dritte Norne.
(S. 42)

Und da wäre da natürlich noch ein rostiges Schwert!

Was genau es mit den drei Gaben auf sich hat, will ich hier jedoch nicht verraten! Auch die sprechenden Tiere sollen hier unerwähnt bleiben. Man muss dem Buch ja auch noch ein paar seiner Geheimnisse lassen!
Mir bleibt also nur noch eine letzte Empfehlung, eine Empfehlung für dieses wundervolle Buch und auch für alle anderen Ibbotson-Kinderbücher! Macht euch selbst eine Freude und lasst euch auf dieses Abenteuer ein!

** Da es sich bei dem Waisenhaus um ein für Romane typisches Waisenhaus handelt, ist es kaum verwunderlich, dass es keinen groß stört, als Ivo verschwindet! Ein Kind weniger, das versorgt werden muss...

Freitag, 6. Dezember 2013

Joachim Friedrich - B ella und der Poltergeist

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(169 Seiten)


„Ernst Satt, der Schokoladenfabrikant, hat Amanda und die Detektive auf sein hochherrschaftliches Anwesen eingeladen. Nach dem Abendessen überredet er Amanda, durch eine Kristallkugel zu gucken - und findet ihre Prophezeiung höchst amüsant. Als in der Nacht ein Poltergeist sein Unwesen treibt und seine Frau Bella am nächsten Tag verschwunden ist, ist auch Ernst Satt nicht mehr zum Lachen zu Mute. Amandas sechster Sinn sagt ihr: Es muss ein Zusammenhang zwischen diesen Ereignissen geben.“
Komischerweise kann ich mich inhaltlich an diesen Titel nicht mehr erinnern. An die beiden davor gelesenen Teile aber schon. Mmh? Im Großen und Ganzen kann ich aber sagen, dass mir die Amanda X – Bücher alle gut gefallen haben. Sie sind einfach niedlich geschrieben und sind mit einem Humor durchzogen, dem ich mich einfach nicht entziehen kann!
Mehr zu Amanda X an sich gibt es hier: *KLICK*
Und jetzt will ich doch mal sehen, ob meine Fantasie heute für eine Kurze Kurzgeschichte ausreicht!
Schokoladenfabrikant – Lindt
Detektive – Pfeife
Eingeladen – Party
Abendessen – Brot
Kristallkugel – Wahrsagen
Nacht – Mond
Poltergeist – Peeves
Unwesen – Chaos
verschwunden – aufgegessen
sechster Sinn - Katze
Genervt verließ Harry den Klassenraum von Professor Trelawney. „Und? Woran wirst du dieses Mal sterben? Ist wieder eine schwarze Katze Schuld? Steht der Mond des Uranus im Schatten der Venus?“, fragte ihn Hermine, die schon im Gemeinschaftsraum auf ihn und Ron gewartet hatte. Ron, der schon die ganze Zeit erfolglos versucht hatte, sich das Lachen zu verkneifen, prustete los: „Jemand hat Harrys Pfeifentabak gegen Bilsenkraut ausgetauscht. Er wird also qualvoll an der Pfeife ersticken!“ Auch Hermine fing nun an zu Lachen. „Tja, Harry, ich habe dir ja schon immer gesagt, dass Rauchen ungesund ist!“ „Haha, sehr witzig!“ Unter normalen Umständen hätte Harry jetzt mit den anderen beiden herumgealbert, aber heute war einfach nicht sein Tag. Erst hatte Peeves ihn mit seinen Wasserbomben erwischt, dann Chos Absage zum Weihnachtsball, Professor Trelawneys neuste Todes-Vorraussage und jetzt fingen auch noch diese beiden an, sich über ihn lustig zu machen. „Ach komm schon Harry.“, sagte Hermine, „Was ist denn los? Hier, nimm ein Stück Lindt-Schokolade, hat meine Oma mir heute geschickt. Wenn die nicht hilft…“ „Oh man, hättest du das nicht eher sagen können…“, Ron schnappte sich einen Riegel und stopfte ihn sich in den Mund „Vor lauter Hunger habe ich vorhin in Pflege magischer Geschöpfe das Brot gegessen, dass für die Igel und Knarle bestimmt war. Und dabei hast du die ganze Zeit Schokolade in deiner Tasche mit rum geschleppt…“ Hermine beachtete ihn gar nicht „Ist es wegen der Weihnachts-Party nächste Woche? Wegen Cho?“ Das ausgerechnet Hermine Wahrsagen abgewählt hatte. Manchmal hatte Harry das Gefühl, sie konnte Hellsehen. Wie konnte es, dass sie das Chaos in ihm zu durchschauen schien und er selbst keinen blassen Schimmer hatte, was los war?! Schließlich nickte er. „Cho geht mit Cedric zum Weihnachtsball. Mit Cedric Diggory, DEM Hogwarts-Champion.“ Jetzt nahm er sich auch ein Stück Schokolade. Das letzte - den Rest hatte Ron aufgegessen.

Donnerstag, 7. November 2013

Joachim Friedrich - Gary und das singende Geisterkränzchen

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(202 Seiten)
„Amanda X - Klappe, die siebte!
Amanda X und das Geisterkränzchen fallen fast in Ohnmacht. Gary Hohl ist verhaftet worden! Ihr Lieblings-Fernsehmoderator von "Sing ich einmal trallala, hoppla, bin ich Superstar" soll einen Geldtransporter ausgeraubt haben! Um Garys Unschuld zu beweisen, treten Amanda und die Detektive kurzerhand als "Rock'n' Roll Sisters" in der Superstar-Sendung auf. Denn sie erkennen sofort: Bei diesem Fall müssen sie zu außergewöhnlichen Mitteln greifen ...“
Was sind schon “Deutschland sucht den Superstar” und “The Voice of Germany” gegen „Sing ich einmal trallala, hoppla, bin ich Superstar“?!!! Also wirklich! Schon alleine für diese Idee würde ich Joachim Friedrich am liebsten einen Preis verleihen!
Wie man sich vielleicht schon denken kann, wird in diesem Amanda X Krimi die ein oder andere Casting Show auf die Schippe genommen. Nicht bösartig natürlich, immerhin handelt es sich immer noch um ein Kinderbuch, aber die feine Priese Sarkasmus wird dem „erfahrenen“ Leser nicht entgehen ;-) Sollte man zumindest meinen… Ich muss gestehen, dass mir erst in diesem Moment klar geworden ist, dass der Star der Sendung hier tatsächlich „hohl“ mit Nachnamen heißt! Das habe ich beim eigentlichen Lesen einfach nicht wahrgenommen. Unfassbar, da ist der Hohn ja nicht mal versteckt worden. Ich glaube so langsam ich bin tief in mir drin noch 5 Jahre alt…. Bei „Homer von Döselberg“ als Adliger, dem sein Vermögen „entschwunden“ ist, muss ich mich total beömmeln, aber das „Gary Hohl“ die Dummheit im Namen trägt, bemerke ich nicht einmal… Man, man, man…
Ein neuer super Fall von Amanda und Sister X! Banküberfall, Casting Shows, Sister X als lebende Autogrammkarte! Und natürlich sind auch Ricki und Blümchen wieder mit von der Partie!
Mit bunten Bildern untermalt, schafft es Joachim Friedrich einfach immer wieder in sich abgerundete, schöne und witzige Geschichten zu schreiben!
Zwischendurch hab ich immer mal wieder richtig Lust zur Abwechslung auch mal so etwas zu lesen! Und da ich gerade erst zwei Einträge zu Amanda X (aus meinem Lesejahr 2004/2005) geschrieben hatte, dachte ich mir: „Du gehst eh in der Mittagspause in die Bücherei, nimm dir doch noch mal ein Buch aus der Reihe mit!“
Mehr von mir zu Amand X findet ihr hier: *KLICK*

Dienstag, 1. Oktober 2013

Thomas Mendl - Im Land der Stundendiebe

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(414 Seiten)

 
„Die zwölfjährige Anna und ihr Zwillingsbruder Ben sind völlig aus dem Häuschen. Eine ganze Woche fahren ihre Eltern in Urlaub und überlassen sie der Obhut ihrer nachsichtigen Tante Mia. Für die Zwillinge bedeutet das jede Menge Freiheit und Nichtstun, da sind sie sich sicher. Doch schon am ersten Abend kommt alles ganz anders, denn ein scheinbar harmloser Stromausfall entpuppt sich als Beginn einer abenteuerlichen Reise. Einer Reise, auf der Anna und Ben es mit fremden Zeiten, verborgenen Welten, falschen Wissenschaftlern und einem echten Fürsten zu tun bekommen.“
 
Nach meiner kleinen „Lesepause“ kam mir „Im Land der Stundendiebe“ als Wiedereinstieg genau richtig vor. Eine schöne Fantasy-Geschichte ab 10 Jahren, einfach geschrieben und somit schnell durch! So der Plan.
Wie hätte ich auch ahnen können, dass sich hinter so einem ansprechenden Cover so ein langweiliger Firlefanz verbergen könnte?! Da ich öfters mal Kinder- und Jugendbücher lese, kann ich also ausschließen, dass es alleine daran lag und ich einfach nur zu alt für das Buch war.
 
Aber erst einmal ein paar Worte zur Grundidee: Die Zwillinge Anna und Ben gelangen über eine Art Zeitmaschine ins Jahr 1919. Zusammen mit anderen Kindern aus den verschiedensten Jahrhunderten versuchen sie nun, einen Weg zurück in ihre Zeiten zu finden. Statt jedoch erneut in der Zeit zu reisen, geraten sie in eine Parallelwelt, in der sie nicht nur sich selbst treffen, sondern auch jede Menge anderer Kuriositäten gegenüberstehen.
Aus dieser Idee lässt sich doch eigentlich so einiges machen! Ich fand es zumindest sehr vielversprechend und war bereits nach ein paar Seiten bereit, mich voll und ganz auf die Geschichte einzulassen!
Leider hielt dieses Gefühl nicht allzu lange an, denn schon nach ein paar Kapiteln musste ich mich regelrecht zwingen, weiterzulesen. Sagen wir’s so: Ich hätte nichts verpasst, wenn ich es tatsächlich zur Seite gelegt hätte.
 
Ein wirres Ereignis jagt das andere. Ständig wird zwischen den Zeiten und Welten hin- und hergesprungen. Um das Ganze noch etwas unübersichtlicher zu machen, werden zwischendurch noch ein paar erfundene Geschichten erzählt, die sich aber „wie echt“ anfühlen.  Anna, Ben, Cleo, Tim, Tango und Armelle (Gott, was ist mir diese ellenlange Namensauflistung auf die Nerven gegangen…) sitzen eigentlich ununterbrochen in der Tinte. Mal retten sie sich auf wundersame Weise selbst oder sie werden von spektakulären Figuren gerettet, nur um sofort wieder in eine Falle zu geraten. Ich hatte das Gefühl, Thomas Mendl wollte jedes noch so kleine Detail so bunt und ausgeschmückt darstellen, wie es nur geht. Manchmal ist weniger aber einfach mehr. Die meisten, mit Pauken und Trompeten vorgestellten Figuren haben nur ihren 2 – 3 Seiten langen Auftritt und verschwinden dann für den Rest des Buches komplett von der Bildfläche. Das kann man ja mal machen, aber bitte nicht im Sekundentakt!
 
Und dann ist da noch unsere liebe, nette, schlaue, fantasievolle Hauptperson Anna. Mit ihr bin ich nicht nur nicht warm geworden, ich fand sie eigentlich ziemlich blöd. Das war jedoch mit Sicherheit nicht der Effekt, den der Autor bei seinen Lesern erzielen wollte. Wo er sich doch solche Mühe gegeben hat, sie soooo toll darzustellen. Tja, schade, ich fand sie trotzdem, oder gerade deswegen, blöd.
 
Zusammengefasst hätten wir da also eine vollgestopfte Geschichte, ohne solide Grundhandlung, in der man eigentlich nur den Überblick verlieren kann und dazu noch eine unsympathische Hauptperson!
 
Bevor ich in dieser Hinsicht weiter ins Detail gehe, hier aber noch mein Pluspunkt für das Buch: Der Insectulus! Ein kleiner blauer, fliegender Ball, der sprechen kann (auch, wenn er eigentlich nur jammert). Die „oh-wie-süß“ Reaktion blieb auch bei mir nicht aus!
 
So. Jetzt geht’s ans Eingemachte!           !!!ACHTUNG SPOILER!!!
 
Was mir so alles überhaupt nicht gepasst hat:
 
  • Erst wird zwischen Anna und Tim eine aufkeimende Liebesbeziehung angedeutet und dann wird darauf auf einmal kein bisschen mehr eingegangen.
  • Was wird aus den anderen, kommen sie in ihre Zeit zurück???
  • Was wird speziell aus Tim? Er wollte ja auf keinen Fall in seine Zeit zurück. Man hätte ihn so schön mit Anna und Ben mitschicken können.
  • Auch was aus dem Insectulus wird, bleibt unklar.
  • Cleo und Tango kommen aus den Jahren 2022 und 3033. Da wird erst ein Riesenaufstand drum gemacht, das hat bestimmt so viel zu bedeuten! Und dann? Nichts mehr.
  • Cleo kann durch Wände gehen (hab ich nicht so ganz verstanden), Tango ist besonders schnell, Ben ist der „Orakel Bruder“. Und was wird damit gemacht? Eigentlich nichts.
  • Anna ist wirklich ganz toll! Sie boxt ihren Bruder andauernd (total witzig…), und was den Insectulus angeht, dem sie sich so aufopferungsvoll widmet: Besonders liebevoll geht sie mit ihm ja auch nicht gerade um… Nehmen wir ihn doch als Köder, um herauszufinden, ob die anderen Leute wirklich Reflektierte sind, oder nicht; es wird schon nichts passieren. Er bewegt sich nicht? Dann tu ich ihm einfach weh, dann wird er sich schon bewegen. Als sie sich zum ersten Mal begegnen, hat er zwar panische Angst vor Anna und den anderen,  aber sie stopft ihn einfach mal in ihre Tasche um ihn zu „retten“!
  • Die eineiigen Zwölflinge, die „Eins“ bis „Zwölf“ heißen: tolle Idee, doch bei der aufwendigen Vorstellung erwarte ich mehr von ihnen.
  • Herr Ich und Herr Er, die auch immer von Ich und Er reden: tolle Idee, doch bei der aufwendigen Vorstellung erwarte ich mehr von ihnen.
  • …
 
Belassen wir es dabei. Es gibt noch so einiges, was ich entweder nicht schlüssig fand, oder was mir nicht gefallen hat, aber diese Auflistung soll reichen.
 
Auch hier bleibt nun noch die Frage offen, warum das Buch trotz allem bei vielen Lesern so gut angekommen ist?!? Das ist mir wirklich schleierhaft.

Freitag, 30. August 2013

Joachim Friedrich - C ircus Barone und der Fluch des Papageis

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(192 Seiten)

„Mitten in der Zirkusvorstellung spricht Chico, der Papagei, eine geheimnisvolle Prophezeiung aus. Kurz darauf stürzt Lulu Lumpi, die Hundedresseurin, von einem Podest. Zum Glück sitzen Amanda und die Detektive unter den Zuschauern und springen für Lulu ein. Ein voller Erfolg. Da passiert das nächste Unglück …“

Auch der dritte Fall von Amanda X (oder auch Fall C) sprüht nur so vor Witz, Charme und zaubergalaktischer Spannung!

Mit einem Besuch im Hundesalon fängt alles an! (Der Besuch dort gilt übrigens Elsbeth, sie sind nicht wegen Sister X dort ;-) Obwohl Elsbeth nicht gerade begeistert davon ist, das außerirdische Schaf mit der Sonnenbrille in ihrem Salon zu haben. Es jagt den Hunden Angst ein…) Jedenfalls treffen sie dort Lulu Lumpi aus dem Zirkus, die ihnen Freikarten für die nächste Vorstellung besorgt! Und genau dort passiert es dann: Erst eine Warnung der Hellseherin und dann noch die Prophezeiung des Papageis „Hört auf den Vogel! Sie blieben nicht weil sie nicht durften!“

Was erwartet euch sonst noch so?!?
Wilde Verfolgungsjagden im Hundesalon, Sister X als fahrradfahrende Zirkusattraktion, und, und, und…

Also für alle Kinderkrimi-Fans und alle, die es noch werden wollen: Ab in die Bücherei und hoffen, dass es dort eine Ausgabe gibt!!

Mehr über Amanda, Sister X und ihre Detektive gibt es unter Band 1, „A manda und die Detektive“

 

Donnerstag, 29. August 2013

Lieblings Kinderbücher / -filme

In letzter Zeit bin ich ziemlich oft auf alte Kinderbücher / -filme aufmerksam geworden. Sie tauchten auf einmal überall auf: Bei anderen Blogs, mitten in einem Gespräch, auf dem Trödelmarkt, in meinen aktuellen Büchern werden sie erwähnt und auch wieder im Fernsehen (die Betonung liegt dabei auf alte Kinderfilme).

Vor allem, wenn sie mitten im Gespräch auftauchten, sind mir die erstaunlichen Begeisterungsausbrüche aufgefallen! Da dachte ich mir, das geht bestimmt vielen so.

Hier könnt ihr also loswerden, welche Kinderbücher / -filme euch so ans Herz gewachsen sind, dass sie euch heute noch in ein rührseliges Etwas verwandeln!

Joachim Friedrich - A manda und die Detektive

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(204 Seiten)

"Kommissar Kaminski wurde verhaftet! Seine Tochter Ricki und ihre Freundin Blümchen sind fest entschlossen, ihn wieder rauszuboxen. Zum Glück haben sie Amanda X auf ihrer Seite. Amanda ist nicht nur die Haushälterin der Kaminskis, sondern versteht sich auch aufs Hellsehen und Geisterbeschwören – tatkräftig unterstützt wird sie von Sister X, einem Schaf mit Sonnenbrille."


Ich habe jetzt zweimal versucht Amanda X zu beschreiben. Beide Male habe ich jeden einzelnen Satz wieder gestrichen… Bei den anderen Figuren habe ich es noch nicht einmal versucht. Warum fällt mir das so schwer? Erinnerungen an die Darsteller habe ich genug und auch das Internet verwehrt mir seine Informationen nicht. ich glaube da liegt das Problem: Es gibt bereits eine perfekte Beschreibung! Deshalb tue ich jetzt etwas, was ich eigentlich immer vermeiden wollte ->
Dieser Link führt euch zu der Homepage von Joachim Friedrich und dort wiederrum zu Amanda X und ihrem Team. Dort bekommt ihr auch einen Eindruck von den Zeichnungen, die diese Bücher schmücken.


Ich höre schon ein paar sich beklagende Stimmen: „Schon wieder ein Kinderbuch. Interessiert mich nicht.“
Sollte euch aber! Die Geschichten sind wirklich super und ich selbst lese sie auch heute noch, wenn ich mal wieder eines in die Finger bekomme, das ich noch nicht kenne. Außerdem ist Sister X ein außerirdisches Schaf mit Sonnenbrille!!! Hallo!! Ein ermittelndes außerirdisches Schaf mit Sonnenbrille!! Schon alleine wegen dieser Idee muss man den Büchern eine Chance geben!
Sie sind quasi die Vorgänger von „Glennkill“! Nur mit tollen Zeichnungen dabei und eben als Kinderbuch!


Ob Opa Schraube, oder das zaubergalaktische Geisterkränzchen; jede Figur besitzt ihren ganz eigenen Charme! Und mit all diesen Helfern an ihrer Seite, können Amandas Ermittlungen ja gar nicht schief gehen. Wenn sie auch nicht immer den direkten Weg geht, ans Ziel kommt sie garantiert!


Wenn ich ein Wort für die Geschichten finden müsste, wäre es folgendes: „liebenswert“
Die Figuren, die Handlung, die Zeichnungen! Man merkt, dass viel Liebe darin steckt! Lustig und unterhaltsam -> Empfehlenswert für Jung und Alt!

Freitag, 16. August 2013

Cornelia Funke - Kein Keks für Kobolde

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224 Seiten

 

Die kleinen Kobolde Neunauge, Feuerkopf und Siebenpunkt sind hungrig, denn der Winter ist früher gekommen als erwartet. Am liebsten würden sie sich ja von Ravioli, Äpfeln und Keksen ernähren, aber damit sieht es schlecht aus. An Vorräte haben sie nämlich nicht gedacht. So müssen sie sich in Abenteuer stürzen, um nicht zu verhungern. Als sie sich dann aber mit dem »weißen Kobold« anlegen, wird die Lage richtig brenzlig.


Kommen wir zu einem meiner absoluten Lieblingsbücher! Cornelia Funke hat sich hier mal wieder selbst übertroffen!


Leider kann ich mich nicht mehr genau dran erinnern, wann und wo ich das Buch gelesen habe. Doch sobald ich daran denke, habe ich ein Bild von einem prasselndem Kaminfeuer vor Augen und mich selbst sehe ich eingemummelt in einer Decke auf der Couch liegen. Neben mir eine Tasse dampfenden Tee (Zimt-Pflaume) und an meinen Füßen liegt unser Kater und schnurrt behaglich. Ein Bild voller Wohlbefinden und Zufriedenheit!


Ich möchte damit beginnen euch die drei kleinen Hauptdarsteller kurz vorzustellen:


Neunauge, das braune Koboldmädchen ist die schlauste unter ihnen. Mutig und mit schneller Auffassungsgabe kann sie so manche Situation entschärfen.
Der schwarze Feuerkopf hingegen handelt impulsiv und draufgängerisch. Er nimmt die Rolle des coolen Anführerkoboldes ein, als ihr Abenteuer beginnt. Woher er seinen Namen hat, liegt wohl auf der Hand ;-)
Als letztes wäre da noch der ockerfarbene etwas pummelige Siebenpunkt. Von Natur aus eher gemütlich als abenteuerlustig, ist die Vorstellung sein behagliches und sicheres zu Hause zu verlassen für ihn am beklagenswertesten. Er ist der Kobold, der mir am meisten ans Herz gewachsen ist, auch wenn sie alle drei herzallerliebst sind!
Hier ein Auszug aus Kapitel 2 (in dem von leeren Bäuchen die Rede ist und Feuerkopf einen unmöglichen Vorschlag macht), der Siebenpunkt von seiner Schokoladenseite zeigt:


»Der hat Schokolade da drin«, sagte Feuerkopf.
Siebenpunkt ließ seine trockenen Erdnüsse sinken.
»Schokolade!«, flüsterte er.
»Ja«, Feuerkopf nickte, »und tütenweise diese gelben und roten und grünen Dinger.«
»Gummibären!«, flüsterte Siebenpunkt andächtig.


Die drei wohnen im Wald, am Rande eines Campingplatzes, der jedoch jetzt, am Ende der Herbstzeit kaum noch besucht ist. Dieser Tatsache verdanken sie das Dilemma indem sie sind: Wo sollen sie nur genügend Vorräte für den Winter herbekommen, wenn keine Besucher mehr da sind, die unweigerlich Essensreste und andere nützliche Dinge hinterlassen?!? Und sollen sie wirklich das große Risiko eingehen bei dem Platzverwalter einzubrechen, wo sie Hund, Katze und Flinte erwarten könnten?


Ganz unabhängig vom Inhalt, kann schon alleine die Aufmachung von sich überzeugen! Das Cover gibt einen Vorgeschmack auf die wunderschönen, farbigen Illustrationen, die immer mal wieder die Seiten schmücken. Ach ja! Kinderbücher sind schon was Schönes!
Auch die einzelnen Kapitelüberschriften sind etwas Besonderes! Sie stellen eine kurze Zusammenfassung von dem jeweiligen Kapitel dar (als Beispiel ist die Überschrift von Kapitel 2 oben mit aufgeführt).
Ich liebe einfach alles an diesem Buch!!!

Übrigens kann ich auch das Hörbuch dazu, gesprochen von Rainer Strecker, nur empfehlen!
Zu der Fernsehserie hingegen kann ich nichts sagen, da ich sie noch nie gesehen habe (und wahrscheinlich auch nie gucken werde). Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass die drei Kobolde dort meinen Vorstellungen entsprechen.


Abschließend noch ein paar Worte zum Thema Kinderbuch.
Für viele von euch kommt dieses Buch vielleicht schon deshalb nicht in Frage, weil es sich um ein Kinderbuch handelt. Ich hoffe ein paar von euch mit meinem Eintrag davon überzeugen zu können, dass es durchaus für jedes Alter geeignet ist. Es ist einfach ein schönes Buch! Spannend und witzig zugleich erschafft Cornelia Funke eine Atmosphäre, aus der man am liebsten gar nicht auftauchen möchte!
Es wird wirklich mal wieder Zeit, dass ich selbst darin eintauche!!! Vielleicht im nächsten Winter, eingemummelt in eine Decke, eine Tasse Zimt-Pflaume Tee neben mir und im Kamin knistert ein Feuer vor sich hin!

Mittwoch, 10. Juli 2013

Michael Ende - Jim Knopf findet's raus

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(203 Seiten)


Also ich war schon ziemlich enttäuscht.
 
Zum einen bin davon ausgegangen, dass es sich um eine weitere Geschichte von Jim und Lukas handelt und nicht um viele kleine Kurzgeschichten.
Und zum anderen habe ich mich davon täuschen lassen, dass als Autor groß Michael Ende auf dem Cover seht. Erst innen wird man darauf hingewiesen, dass die Geschichten nach den Motiven von Michael Ende aber von Beate Dölling geschrieben worden sind.
 
Wenn man es genau nimmt sind es nicht mal richtige Geschichten, sondern Sachgeschichten. Wohl hauptsächlich zum Vorlesen gedacht. Also wenn man Probleme mit dem Einschlafen hat, kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen, ansonsten würde ich eher dazu raten die Finger davon zu lassen…
Es war sooo langweilig. Jetzt könnte man damit argumentieren, dass Kindergeschichten für Erwachsene meistens langweilig sind, aber da ich zwischendurch immer mal wieder ganz gerne Kinderbücher lese, trifft das auf mich eigentlich nicht zu.
 
Nach den ersten beiden Kapiteln bin ich in den Tiefschlaf meines Lebens gefallen und wollte das Buch danach erst gar nicht mehr weiterlesen. Aber dann dachte ich mir: „Ach komm, so lang ist es nun auch wieder nicht, es ist groß geschrieben und es sind viele bunte Bilder drin. Also weiter…“ Nachdem ich nach einem weiteren Kapitel wieder beinahe eingeschlafen wäre, musste einsehen, dass es so nicht gehen würde. An einem Stück ist dieses Buch für mich nicht zu schaffen gewesen. Also wurde es zum Klobuch auserkoren!
Wir haben eigentlich immer irgendetwas zu lesen auf der Toilette liegen und sei es nur das neue Magazin aus der Mayerschen Buchhandlung. Oft sind es aber auch Bücher mit Kurzgeschichten, denen ein Blatt Klopapier als Lesezeichen dient.
Ich war also guten Mutes, dass ich „Jim Knopf findet's raus“ auf diese Weise erfolgreich beenden würde. Tja… Beendet habe ich es irgendwann tatsächlich, aber nicht ganz so erfolgreich. Hätte ich mal, wie oben erwähnt, ein Blatt Klopapier als Lesezeichen benutzt und nicht eins aus Pappe… Müde wie ich nach ein paar Seiten des Buches war, ist mir das Lesezeichen doch tatsächlich ins Klo gefallen… Wie genau das passiert ist, kann ich allerdings nicht sagen.
Naja, wir haben ja einen ganzen Vorrat an Lesezeichen, von daher war es jetzt nicht ganz so schlimm.
 
Jedenfalls war es das Buch eigentlich nicht wert gelesen zu werden, immerhin waren die Bilder ganz schön.

Freitag, 14. Juni 2013

Eva Ibbotson - Das Geheimnis der Hexen von Wellbridge

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(224 Seiten)

Endlich mal wieder ein Eva Ibbotson - Buch!!!
Es war genauso toll, wie die letzten! Momentan, also kurz nach dem Auslesen, neige ich ja dazu es sogar noch schöner zu finden als die anderen. Aber so ist das ja immer, das Buch, das man gerade liest/gelesen hat schwirrt einem noch im Kopf herum und scheint von daher noch toller zu sein, als alle anderen.
Welches ich bisher wirklich am besten fand, kann ich wirklich nicht sagen. Sie waren alle schön!

"Wenn sich zwei Menschen streiten, ist das nicht sehr erfreulich, streiten sich aber zwei Hexen, ist es eine Katastrophe."
Nach 30 Jahren Ausbildung kommt es zu so einem Streit zwischen Hecky, der Tierhexe und ihrer besten Freundin Dora, der Steinhexe.
Die eine kann Dinge und Lebewesen in Tiere verwandeln, die andere in Steine. Natürlich wollen sie damit eigentlich nur Gutes tun und die Welt etwas netter machen.
 Bei einem ihrer versuche, die Welt etwas besser zu machen, lernt Hecky Daniel kennen, der ihr von da an immer zur Seite steht!

Eine tolle Geschichte, in der viele schrullige Personen vorkommen, die Eva Ibbotson liebevoll in Szene zu setzen weiß! Da wäre z. B. Boris, der Technikzauberer, der einen Heißluftballon konstruieren will, der nur von der heißen Luft aus den Reden der Politiker angetrieben wird!
Auf so eine Idee muss man erst mal kommen! Und dieses Buch ist voll mit solchen wundersamen Ideen!

Immer wieder schön!

Eva Ibbotson - Das Geheimnis von Bahnsteig 13

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(224 Seiten)


Wie es der Zufall so will, lese ich gerade ein weiteres Buch von Eva Ibbotson! Das Geheimnis der Hexen von Wellbridge.
Für mich stehen ihre Kinder- und Jugendbücher auf Augenhöhe mit denen von Michael Ende und Cornelia Funke! Und das will schon was heißen!
 
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll?! Egal was ich schreibe, es kann diesem wunderschönen Buch nicht gerecht werden!!
Am besten mit dem Bahnsteig 13. Nach Wikipedia „erfand sie den geheimen Bahnsteig im Londoner Bahnhof Kings Cross, den Joanne K. Rowling in ihren Harry-Potter-Romanen aufgriff.“ Muss ich noch mehr sagen, oder reicht das schon aus, um einen Eindruck davon zu geben, wie zauberhaft dieses Buch ist?!?
 
Die vier Personen auf dem Cover (jawohl, vier, das Auge gehört durchaus auch zu einer Person) sind auf einer Rettungsmission. Sie müssen sich beeilen, denn die geheime Tür des Gügels (am Bahnsteig 13 von King’s Cross), durch die sie gekommen sind, ist nur alle neun Jahre für genau neun Tage geöffnet.
Bei der letzten Öffnung, also vor genau neun Jahren, wurde der kleine Königssohn der Welt, die hinter dem Gügel liegt, entführt.
So, viel mehr gibt die Inhaltsangabe auch nicht her, also will ich es mal dabei belassen.
 
Egal wie alt ihr seid: Lest diese Bücher!!!
 
Das Hörbuch dazu (gelesen von Sandra Schwittau) ist übrigens auch nicht zu verachten ;-)

Dienstag, 11. Juni 2013

Gabriele Beyerlein - Der Schatz von Atlantis

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(192 Seiten)


Dieses Buch habe ich mal nicht aus der Bücherei! Es ist mir von einer meiner besten Freundinnen wärmstens empfohlen worden und daraufhin habe ich es mir von ihr ausgeliehen.
Es hat sich wirklich gelohnt, dieser Empfehlung nachzugehen! Zum einen fand ich das Buch wirklich klasse und außerdem ist es immer schön, wenn man jemanden hat, mit dem man sich über das Buch unterhalten kann, weil er es auch gerade gelesen hat. Wenn man selbst derjenige ist, der es schon gelesen hat, muss man nur aufpassen, dass man sich nicht verplappert… Aber ich denke, meistens gelingt mir das ganz gut! Es kann nur sein, dass ich die lesenden Leute etwas nerve, weil ich andauernd wissen will, wo sie gerade sind und wie sie das Buch bisher finden!
Hier haben wir eine Mischung aus Abenteuer- und Fantasy-Roman. (Wobei, ist ein Fantasy-Roman nicht fast immer auch ein Abenteuer-Roman?)
Beim Spielen des Computerspiels „Der Schatz von Atlantis“ wird der 10-jährige Kai plötzlich in das Spiel hineingesogen und findet sich auf einem Marktplatz von Atlantis wieder! Jetzt muss er natürlich die Abenteuer, die er zuvor mit sicherem Abstand „erlebt“ hat, selbst bestehen.
Ihm zur Seite steht die Katzengöttin Bastet (war ja klar, dass ich das Buch gut fand, wenn eine Katze darin eine wichtige Rolle gespielt hat!) und die Geschwister Rhith und Aoja.
Mit ihnen muss er sich nicht nur gegen den gewalttätigen Waffenschmied Krk und den noch grausameren König von Atlantis durchsetzen, sondern auch gegen Drachen und anderes Ungetier! Und das, wo Kai nicht gerade der mutigste ist…

Scott O'Dell - Die Insel der blauen Delphine

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(192 Seiten)


Wie könnte ich Karana (bzw. Won-a-pa-lei) je vergessen, wo ich doch selbst einmal dieses Mädchen war!!


Zur Vereinfachung erscheint es mir hier sinnvoll, den Klappentext an den Anfang meines Eintrags zu setzen:
„Auf einer von Kormoranen und See-Elefanten bevölkerten und von Delphinen umspielten Insel ist ein Indianermädchen - als einzige ihres Stammes - der Vernichtung entgangen. Im täglichen Überlebenskampf wird es selbst immer mehr Teil der Natur und Freund der Tierwelt. Achtzehn Jahre abenteuerlichen Lebens vergehen, bis wieder ein menschliches Wort an das Ohr des Mädchens dringt...“
Wir haben das Buch damals in der Schule gelesen (schätzungsweise in der 6./7. Klasse), wie wahrscheinlich so viele andere Schulklassen auch.
In diesem besonderen Fall wurden jedoch nicht nur Personenbeschreibungen und Analysen geschrieben (analysiert man in der 6. Klasse überhaupt schon?), nein unsere Klasse hat ein ganz spezielles Projekt daraus gemacht! -> Ein selbstgeschriebenes Theaterstück! Um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen, wurde das Ganze noch auf Englisch aufgeführt.
Wir haben also Wochen damit verbracht, zunächst in den Deutsch-, dann in den Englischstunden, das Buch in kleinen Gruppen kapitelweise in ein Skript zu verwandeln und in die englische Sprache (derer ich zu diesem Zeitpunkt nicht unbedingt Herr war…) zu übersetzen.
Damit die ganze Mühe nicht umsonst war, wurde das Stück letztendlich am Tag der offenen Tür aufgeführt.
Dafür mussten natürlich erst einmal die Rollen verteilt werden. Da ich schon immer gerne auf der Bühne stand und Won-a-pa-lei übersetzt „das Mädchen mit dem langen schwarzen Haar“ heißt, fand ich die Hauptrolle für mich eigentlich ganz passend (na gut, ich hatte lange braune Haare). Dass mein Englisch jetzt nicht unbedingt spitzenklasse war, war mir egal, im auswendig lernen war ich dafür ganz gut. Dass ich die Rolle dann bekommen habe, lag wohl am ehesten daran, dass es keine weitere Interessenten gab ;-) Und ob mein Englischlehrer damit so zufrieden war, wage ich einfach mal zu bezweifeln… :-)
Mir hat es jedenfalls super viel Spaß gemacht, das einsame Indianermädchen zu spielen! Am schönsten fand ich die Stelle, an der Karana sich mit einem weißen Mädchen, das eigentlich ihre Feindin sein sollte, anfreundet und die beiden irgendwie versuchen, sich zu verständigen! Es war ganz lustig, dass ich in der Rolle der Indianerin doch recht hellhäutig (man könnte auch sagen schneeweiß) war und das Mädchen, das das weiße Mädchen gespielt hat, vom Hauttyp her eher dunkler war :-)
Das Buch selbst habe ich sehr positiv in Erinnerung, was aber gut mit dem Theaterstück zusammenhängen kann.
Es ist natürlich immer schwer, eine Geschichte interessant zu gestalten, wenn es die meiste Zeit nur um eine einzige Person geht (man denke nur an die Meisterleistung von Tom Hanks in „Cast Away - Verschollen“! Das hätte wohl nicht jeder x-beliebige Schauspieler so hinbekommen.).
Aber mit „Die Insel der blauen Delphine“ hat Scott O’Dell dieses Hürde mit Bravour gemeistert!

Scott O'Dell - Vogelmädchen

Vogelmädchen - dtv junior, Lese-Abenteuer
(186 Seiten)


Nach „Regina, schwarzer Vogel“ ist das „Vogelmädchen“ das zweite Indianer-Buch in Kürze.
Doch leider weiß ich in diesem Fall nichts mehr über das Buch, auch nicht, wie es mir gefallen hat.
Der Inhaltsangabe nach hört es sich aber nach einem guten Buch an, das mich auch heute noch interessieren würde.
„Amerika 1804. Die beiden Amerikaner Lewis und Clark führen eine Expedition durch, vom Missouri quer durch den ganzen Kontinent bis zum Pazifik. Begleitet werden sie auf ihrem langen und gefährlichen Weg von der jungen Indianerin Sacagawea - Vogelmädchen - vom Stamm der Shoshone. Vogelmädchen, mit vierzehn Jahren bereits Mutter eines Babys, wird allen Teilnehmern eine unentbehrliche Stütze, weil sie die Wege durch die Wildnis kennt, viel über andere Indianerstämme weiß und nie - trotz aller Strapazen - den Mut verliert. Ihre Gefühle für Captain Clark jedoch vertraut sie keinem an...“
Von Scott O’Dell jedoch habe ich noch ein anderes Buch gelesen, das in meiner Erinnerung noch recht fest verankert ist!
„Die Insel der Blauen Delphine“ steht allerdings nicht in meinem BücherBuch, sondern gehört zu meinen Sternschnuppen!

Mittwoch, 29. Mai 2013

H. L. McCutchen - Das Land der verlorenen Erinnerung

Das Land der verlorenen Erinnerung.
(232 Seiten)

Na bitte, das hört sich doch schon eher nach mir an!
Ein magisches Geschichtenkästchen, ein schrecklicher Nachtkönig in einer unheimlichen Windmühlenfestung und Oktober, die wahrhaftige Maus!
Ein Fantasy-Abenteuer, dessen Heldin Lottie im Schlafanzug auftritt.
Wie gerne würde ich jetzt in das Land der verlorenen Erinnerungen reisen, um mir dort meine Buch-Erinnerung wieder zu holen. Denn auch hier muss ich gestehen, dass ich nur noch weiß, dass es sich um ein Büchereibuch handelt.
Aber ich möchte euch einen Kommentar, den ich zu dem Buch gefunden habe, nicht vorenthalten:
"Die Stärke der Geschichte liegt in der Handlung und der zu Grunde liegenden Botschaft von der Bedeutung der Erinnerungen und ihrem Einfluss auf unser Leben" Kirkus Reviews